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König, Häuptling oder Feldherr

Und welche „Führungspersönlichkeit“ sind Sie?

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28.04.2016, von Sabine Nimo

Zum Thema „Führung“ werden immer wieder viele Veröffentlichungen, viele Ratschläge, viele Informationen weitergegeben. Ich möchte das Thema „Führung“ in der heutigen Situation gar nicht mal darüber definieren, was Sie alles tun sollen, sondern würde gerne mal ein bisschen Reflexion mit Ihnen betreiben: Welchen Führungsstil, welche Art des Arbeitens haben Sie?

Mit einem kleinen Augenzwinkern habe ich hier drei verschiedene Führungsstile für Sie zusammengefasst, bei denen es sich um fiktive Personen oder Personen aus der Geschichte handelt. Sicherlich findet sich der eine oder andere in einer dieser Arten des Umgehens mit Mitarbeitern wieder. Fangen wir an:

 

Nun schauen wir uns einmal an: Wofür stehen die einzelnen Persönlichkeiten?

König Artus, der die Ritter der Tafelrunde initiierte. Ist Ihr Führungsstil so wie König Artus? Dann sind Ihnen folgende Dinge besonders wichtig: Alle Menschen im Team gemeinsam in eine Situation zu bringen. Gemeinsam an Situationen zu arbeiten, gemeinsam Beschlüsse zu finden, gemeinsam Wege zu finden, das ist das, was Ihnen wichtig ist. Gerechtigkeit, Harmonie und der Gleichklang in einer Gruppe, das steht ganz oben auf Ihrer Führungsagenda. Gemeinsam Ziele zu erreichen, ist immer eine gute Sache und Gerechtigkeit in den Vordergrund zu stellen, ist gleichwohl ein wichtiger Parameter.

Das Thema „Entscheidungen“ zu definieren, fällt Ihnen nicht leicht. Nicht nur, Entscheidungen mit allen gemeinsam zu beschließen, scheint die Herausforderung zu sein – nein, auch das Losgehen, das Starten, die Entscheidung mit Leben zu füllen. Denn erst, wenn alle – wirklich alle – am Tisch zu hundert Prozent der Situation zustimmen, werden Sie den Weg gehen. Das führt manchmal dazu, dass Sie sehr schwer an den Start kommen. Wenn Sie denn dann überhaupt losgehen.

Ein weiterer Punkt ist der Grundgedanke, dass alle schon tun, was sie tun sollen, denn Sie wissen ja, was Sie tun. Kontrolle könnte hier eine Herausforderung darstellen, und gleichwohl alle dann auch dahin zu bringen, dass sie wirklich das tun, was sie sollen. Werte zu leben, ist ein wichtiger und grundlegender Ansatz aus dieser Sage über König Artus. Das Einfordern von Zielen und Erreichen von Zielen war schon in der Sagenwelt manchmal nicht so einfach.

Der zweite Protagonist in unserer Runde ist Sitting Bull. Sitting Bull, der Indianerhäuptling, steht wie ein Fels in der Brandung. Sitting Bull war einer von denen, die in der Kommunikation, in der Rhetorik – obwohl viele seine Sprache nicht zu 100 Prozent verstanden – so viel Ausstrahlung und Leidenschaft mitintegrierte, dass er Menschen mitreißen konnte. Er konnte Menschen für seine Ziele begeistern, er konnte Menschen nach vorne führen.

Sitting Bull ist immer davon ausgegangen, dass alle wissen, was sie zu tun haben, und er war auch immer einer von denen, die in vorderster Reihe mitgekämpft haben, die mitgekämpft haben und Erfolge erzielen wollten. Und er hat es auch getan, er hat es auch geschafft. Sind Sie so wie Sitting Bull? Sind Sie begeisternd und mitreißend und kämpfen Sie immer an vorderster Front mit? Viele gute Eigenschaften.

Eine weitere Eigenschaft von Sitting Bull war, dass er zu stark davon ausgegangen ist, dass alle wissen, was sie zu tun haben und einfach schon mal vorne weggegangen ist. Und manchmal hat er vergessen, dem einen oder anderen Bescheid zu sagen, dass er schon losgegangen ist und stand manchmal ganz alleine vorne auf vorderster Flur.

Kommunikation aufs Kleinste runter zu brechen und wirklich jeden mitzunehmen, kann da die Herausforderung sein. Zu viel vorauszusetzen, bringt oftmals Enttäuschung. Leute weiterzubilden, kostet langen Atem. Und diesen langen Atem wird man als Ergebnis mit mehr Umsatz zur Belohnung erhalten. Nehmen Sie Ihren Elan, Ihre Power, die Sie als Sitting Bull haben, und tauschen Sie es ein bisschen gegen Langmut ein, und Sie werden noch erfolgreicher sein.

Der dritte Protagonist ist Napoleon. Und wenn ich Napoleon vor mir sehe, dann sehe ich einen Reiter auf einem Hügel, auf einem Feldherrenhügel stehen, der seine Truppen beobachtet und aus der Beobachtungsposition heraus seine Entscheidungen trifft. Situationen von A nach B schiebt und Personen von A nach B schiebt – mit dem Weitblick, Dinge langfristig so zu erreichen, wie er es geplant hat.

Der Feldherrenhügel steht für mich in der Kombination mit Napoleon oftmals für die Distanz, die manche Menschen in der Führung haben: Niemanden nahe an sich ranzulassen, aus der Distanz heraus zu führen. Oft erreichen Sie Menschen nicht auf die emotionale Weise. Emotional kann ein Napoleon niemanden mitnehmen. Napoleon wird durch Strenge, durch Härte, durch klare Strukturen und durch das Vorgeben jeder einzelnen kleinen Vorgehensweise in der großen Situation seine Mannschaft führen – klar, strukturiert, nüchtern.

Menschen ändern ihr Verhalten durch emotionale Zuwendung. Das heißt nicht, dass ich mit jedem auf Du und Du sein muss – gleichwohl ist es hilfreich, sich durch Interesse am Menschen dem anderen gegenüber darzustellen. Denn mit dem anderen gemeinsam, so wie es König Artus tut, kann man Dinge erreichen. Und wenn ich jetzt die Klarheit und die Zielorientierung von Napoleon dazu nehme und es gleichzeitig mit dem Esprit, der Motivation und der Begeisterung von Sitting Bull würze, steht der Zielerreichung nichts mehr im Wege.

Kaum eine Führungskraft ist zu 100 Prozent wie König Artus oder Napoleon. Und auch nicht wie Sitting Bull. Wir alle haben Teile des einen oder anderen. Wichtig ist hier, sich dessen bewusst zu sein: Wie agiere ich, wie reagiere ich? Lassen Sie uns doch einmal gemeinsam reflektieren, wo Ihre Stärken liegen, wo Ihre Herausforderungen liegen. Und wir werden gemeinsam einen Weg definieren, wie Sie ohne viel Mehrarbeit – einfach durch andere Arbeit – bessere Ergebnisse erzielen.

Ich freue mich auf Ihren Anruf,

Sabine Nimo